Dienstag, 15. Mai 2018

Die Erde dreht sich

Es gibt Momente, in denen man alles vergisst
und Momente, die man gerne vergessen möchte.

Es gibt Orte, zu denen wir uns hin sehnen
und Orte, an die wir nie wieder zurück kehren möchten.

Es gibt Worte, die uns berühren
und Worte, die uns tief verletzen.

Es gibt Hände, die uns halten
und Hände, die uns fallen lassen.

Es gibt Träume, an die wir glauben
und Albträume, die unglaublich sind.
 
Es gibt Tage, die nie enden sollen
und Tage, die nie enden wollen.

Es gibt Menschen, bei denen wir uns zuhause fühlen
und Menschen, trotz denen wir einsam bleiben.
 
Es gibt Tränen, die vor Freude laufen
und Tränen, die ganz heimlich fallen.
 
Es gibt Erinnerungen, für die wir immer wieder auf „Play“ drücken
und Erinnerungen, für die wir vergeblich das „Stopp“ suchen.

Es gibt Augen, die vor Freude strahlen
und Augen, die voll Sehnsucht schauen.
 
Es gibt Gefühle, die wir im Herzen tragen
und Gefühle, die wir nicht ertragen.

Nicht immer können wir entscheiden, auf welcher Seite des Lebens wir gerade leben. Oft hat der Alltag und das Schicksal andere Pläne als wir. Doch wenn du gerade auf der Schattenseite des Lebens wohnst, denk immer daran: Die Erde dreht sich!
 
Yvonne

Sonntag, 8. April 2018

Halbgötter in weiß

Nach längerer Blog-Pause komme ich endlich dazu, wieder ein paar Zeilen zu schreiben. Zeilen, über die Zeit dieser Blog-Pause. Ich traf viele Halb-Götter in weiß, die vieles nicht sahen, genauso wie mich. Die vieles nicht hörten, genauso wie mich. Die vieles nicht glaubten, wie am Ende auch ich! Ich glaubte nicht mehr meinem Körpergefühl, ignorierte mein Bauchgefühl und verstand erst am Ende die eigentliche Gefahr dahinter. Während mein Körper zunehmend versuchte, auf sich aufmerksam zu machen, ignorierte ich alle Beschwerden – erfolgreich ausgeredet durch Ärzte. Halb-Götter in Weiß. Die, denen wir von Grund auf vertrauen, die uns helfen und heilen. Eigentlich. Während die Technik immer moderner, der Fortschritt immer weiter und die Erfolge immer größer werden, ist scheinbar Eines verloren gegangen. Die Menschlichkeit. Ein Patient ist keine dieser Maschinen, die alle nach ein und der selben Bedienungsanleitung funktionieren. Wir sind bauartbedingt gleich, aber unser Innenleben wird erst verständlich, wenn man uns zuhört!

So endete das kontinuierliche Misstrauen meiner Beschwerden im Krankenhaus. Einem Ort, der mir den Glauben an das Gesundheitssystem wieder zurück gab. Hier war ich Mensch, von Anfang an. Ärzte und Krankenpfleger sahen, was sonst keiner sah. Hörten, was sonst keiner hörte und glaubten mir und meinem Körper, als ich es selber nicht mehr tat. Es gibt sie noch, die Engel und Helden, die einen als Patient im Ärzte-Dschungel wieder hoffen lassen.

Ich muss dazu sagen, dass auch Ärzte nur Menschen sind. Menschen machen Fehler und treffen Fehlentscheidungen. So ist das Leben. Auch ich treffe falsche Entscheidungen, auf Kosten der Anderen. Doch zu einem Menschen, auch denen, die als Halbgott in weiß bezeichnet werden, gehört es, wahre Größe zu zeigen und sich für seinen Fehler zu entschuldigen. Es kann nicht sein, dass ich als Patient dafür verantwortlich gemacht werde, dass ich meine Beschwerden und Symptome nicht erkannt haben. Wenn ich das könnte, wäre ich Arzt geworden!

In diesem Sinne wünsche ich allen Leser/innen eine gesunde Woche

Yvonne

Sonntag, 4. Februar 2018

Lebensgeschichten

Hinter jedem Menschen steckt eine Geschichte, die ihn besonders werden lässt. Eine Geschichte, die ihn zu dem macht, der er heute ist. Doch oft machen wir uns nicht die Mühe, diese Geschichte zu Ende zu hören.
Es ist nicht wichtig, wer ein Mensch war, als er zu Boden fiel, sondern zu welchem Menschen er wurde, als er wieder aufstand. Doch oft lassen wir uns von Maßstäben und Richtlinien verleiten, genau diese Menschen in Schubladen weg zu sperren. Schubladen, in die sie nicht hinein gehören und oft auch nie wieder heraus finden.
Wir zweifeln so lange an den Menschen, bis sie an sich selber zweifeln.
Vielleicht verschließen wir gerade den falschen Menschen die offene Tür, die sie so dringend bräuchten.

Jede Geschichte ist es wert, zu Ende erzählt zu werden!

Yvonne

Sonntag, 31. Dezember 2017

Gedanken zum Jahresende

Das Resultat am Ende jeden Jahres ist, dass auch dieses Jahr wieder der Vergangenheit angehören wird. Ein Jahr voller schöner und auch trauriger Erinnerungen.

Wir erinnern uns an Momente, in denen wir verloren schienen und immer wieder einen Weg fanden. Wir denken an Menschen, die für uns da waren, als es sonst niemand mehr war. Wir erkennen die Kraft unserer eigenen Seele, die immer wieder an einen Morgen glaubte.

Wir füllten leere Seiten in unserem Leben, andere Seiten wurden wiederum ergänzt oder umgeschrieben. Manche Seiten enthielten Komödien, manche Dramen und Andere waren voller Wunder.
Doch nun wird es an der Zeit, ein neues Kapitel auf zu schlagen und diese mit Träumen und Wünschen, mit Hoffnungen und Erfahrungen zu füllen.

Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern ein glückliches, neues Jahr 2018,

Yvonne

Sonntag, 26. November 2017

Alle Zeit der Welt

Mit der Zeit lernen wir, dass jeder einzelne Regentropfen auch einen Sonnenstrahl wider spiegelt, welcher den Regenbogen in allen Farben erstrahlen lässt.

Wir lernen, unserer Seele die Flügel zu geben, mit denen sie unsere Träume schützend von Ort zu Ort bringt.

Wir lernen, einem Land, in dem wir helfende Hände suchen und Fäuste finden, seinen Mächten zu entziehen und mutig neue Länder zu entdecken.

Wir lernen, dass jede Blume, jede Wiese und jeder Baum trotz des kältesten Winters im Frühling immer wieder grün werden darf, solange er die Chance hierzu erhält..

Wir lernen, unsere Häuser im Heute zu bauen, obwohl das Fundament der Vergangenheit und die Steine der Zukunft unsicher scheinen.

Wir lernen, mit jedem Schritt dem Boden zu vertrauen, der uns hält und uns an die Ziele aller Wege führt.

Mit der Zeit lernen wir, dass wir jeder Zeit ihre Zeit geben müssen.

Yvonne

Dienstag, 31. Oktober 2017

Schwer zu erklären

Letzte Woche ging ich das Buchgeschäft meines Vertrauens und kaufte ein Buch. Eine routinierte Handlung, wie sie tagtäglich mehr als einmal auf dieser Welt geschieht. Doch genau diese Handlung brachte mich zum Nachdenken. Die Buchverkäuferin stellte freudig fest, dass ich bereits das zweite Mal in dieser Woche in diesem Buchgeschäft war (ich wollte schauen, ob entsprechendes Buch nicht schon früher die Reagle füllte) und wir kamen in ein zweiminütigex Gespräch über meine Buchvorlieben. Ich wurde im Trubel der Welt gesehen, unter tausend anderen Menschen. Ich wurde gehört, während alle Anderen sprachen. Das Gespräch ging zwei Minuten, gewirkt hatte es den ganzen Tag.

Ich weiß bis heute nicht, ob ich mich darüber freuen soll oder ob es mich vielmehr nachdenklich stimmt. Wie erkläre ich der Welt, dass mir eine eigentlich so unbedeutsame Alttagssituation so viel bedeutet? Wieso ich mich über jede ernstgemeinte Begrüßung, Umarmung und Zuwendung freue? Wieso ich mich stärker fühle, wenn mein Gegenüber Interesse zeigt, an dem was ich sage, denke oder tue – sei es am Ende auch nur die Frage nach dem Grund meiner Buchwahl?

Weil ich auch Alltägliches zu schätzen weiß oder weil es für mich eben nicht alltäglich ist? Schwer zu erklären....
 
Bedenkt bei allem was ihr tut, dass es immer für irgendjemanden eine Bedeutung hat!
 
Yvonne

Sonntag, 24. September 2017

Gedanken einer Läuferin

Ich laufe für alle, die kämpfen.
Jede Hürde. Jedes Hindernis.
Jede Überwindung soll an
euren Kampf erinnern.
 
Ich laufe für alle, die Erlösung fanden.
Ich hoffe, ihr hattet vom Himmel aus die beste Sicht,
als ich an die Startlinie ging.
 
Ich laufe für all´ jene, die gerade verzweifeln.
Die Vergessenen. Die Geschlagenen. Die vom Schicksal Gezeichneten.
Gemeinsam haben wir es ins Ziel geschafft.
 
Ich laufe für alle Menschen, die in dieser Zeit helfen.
Die Helden. Die Hoffnungsträger. Die Wunderbaren.
Ohne euch wäre die Welt ein einsamer Ort.
 
HEUTE laufe ich nur für EUCH!
 
 
Letzte Woche startete ich bei einem "Muddy Angel Run" in Köln. Genauso dreckig wie das Leben, haben an diesem Tag auch die Läufer gekämpft. Der ein oder andere wollte sich einfach nur mal so richtig dreckig machen, aber viele Läuferinnen traten mit einer ganz klaren Vorstellung an die Startlinie: "Wir können den Menschen, denen es gerade "dreckig" geht, nicht alles Leid ab nehmen, aber wir können ihnen zeigen, das wir an sie denken, dass wir nicht nur für, sondern auch mit ihnen kämpfen. Ich glaube, an diesem Tag wurde es den Menschen, trotz der kühlen Außentemperaturen, sehr warm ums Herz!
 
Yvonne

Sonntag, 3. September 2017

Was wäre, wenn...

Was wäre, wenn du dein Bestes gibst,

Tag für Tag

und es dennoch nie ausreichen wird,

um gut genug zu sein?


Was wäre, wenn dein großes Herz übersehen wird,

Schlag für Schlag,

weil deine „Maske“ nie schön genug sein wird,

um unter allen anderen Masken auf zu fallen?

 
Was wäre, wenn du dich in deine Gegenwart gekämpft hast,

Sieg für Sieg,

doch kein Mensch da ist, der sich mit dir freut,

weil er dich bereits in der Vergangenheit aufgegeben hat?


Was wäre, wenn du gut genug wärst,

in diesem Augenblick

und dein großes Herz schlagen darf,

für all jene Menschen,

die dir eine Zukunft, eine Zuflucht, eine Heimat,

DEINEN Platz in dieser Welt schenken.


Würdest du nur einen Moment daran glauben, dass dieses Märchen wahr werden könnte?
 
 
Yvonne

Sonntag, 13. August 2017

Was für ein (Dichter-)Leben!

Ein Dichter schreibt von Tag zu Tag,

gar vieles auf, was er nicht mag

und welches er zu lieben scheint,

ist längst in jedem Wort vereint.


Greift er zunächst zu Stift und Blatt,

da er so manchen Einfall hat,

wird hier und dort noch korrigiert,

bis es den Dichter fasziniert.


Bald zeigt er sein Gedicht der Welt

und hofft darauf, dass es gefällt.

So wandert nun die Zeit hinfort,

es ließt kein Mensch auch nur ein Wort.


Der Dichter fragt sich irritiert:

„ Hat je mein Wort den int’ressiert?“

Dann nimmt der wieder Stift und Blatt,

und schreibt, was ihn verärgert hat.
 
 
 
Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern einen angenehmen Wochenstart!
 
Yvonne

Montag, 24. Juli 2017

Pause machen...

Pause machen, in einer Welt voller unterschiedlicher Erwartungen, Gedanken, Meinungen, Haltungen und Bedürfnissen.

Die Augen schließen, um der Natur in ihrer einmaligen Melodie zu lauschen.

Die Augen wieder öffnen, um zu sehen, was in der Schnelllebigkeit schnell einmal übersehen wird.

Momente finden, um miteinander, statt nebeneinander Worte aus zu tauschen.

Worte schenken, die im Trubel nie gesagt werden, obwohl sie selbst im größten Durcheinander einen Weg finden würden, um Ohren zu berühren und Herzen zu wärmen.

Den Moment zu Ende genießen, bevor der Alltag ihn mit in die Vergangenheit nimmt.

Pause machen in einer Welt ohne Pausen.


Ich wünsche allen Leser/innen einen pausenreichen Wochenstart

Yvonne