Dienstag, 31. Oktober 2017

Schwer zu erklären

Letzte Woche ging ich das Buchgeschäft meines Vertrauens und kaufte ein Buch. Eine routinierte Handlung, wie sie tagtäglich mehr als einmal auf dieser Welt geschieht. Doch genau diese Handlung brachte mich zum Nachdenken. Die Buchverkäuferin stellte freudig fest, dass ich bereits das zweite Mal in dieser Woche in diesem Buchgeschäft war (ich wollte schauen, ob entsprechendes Buch nicht schon früher die Reagle füllte) und wir kamen in ein zweiminütigex Gespräch über meine Buchvorlieben. Ich wurde im Trubel der Welt gesehen, unter tausend anderen Menschen. Ich wurde gehört, während alle Anderen sprachen. Das Gespräch ging zwei Minuten, gewirkt hatte es den ganzen Tag.

Ich weiß bis heute nicht, ob ich mich darüber freuen soll oder ob es mich vielmehr nachdenklich stimmt. Wie erkläre ich der Welt, dass mir eine eigentlich so unbedeutsame Alttagssituation so viel bedeutet? Wieso ich mich über jede ernstgemeinte Begrüßung, Umarmung und Zuwendung freue? Wieso ich mich stärker fühle, wenn mein Gegenüber Interesse zeigt, an dem was ich sage, denke oder tue – sei es am Ende auch nur die Frage nach dem Grund meiner Buchwahl?

Weil ich auch Alltägliches zu schätzen weiß oder weil es für mich eben nicht alltäglich ist? Schwer zu erklären....
 
Bedenkt bei allem was ihr tut, dass es immer für irgendjemanden eine Bedeutung hat!
 
Yvonne

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